Vor dem Obersten Gerichtshof Thailands hat am Dienstag der Prozess gegen 44 aktive und ehemalige Abgeordnete begonnen, die wegen einer Ethikverletzung im Zusammenhang mit ihren Bemühungen um eine Reform des Majestätsbeleidigungsgesetzes angeklagt sind.
Die Anklage wirft den Beschuldigten Verstöße gegen „ethische Grundsätze" vor. Hintergrund ist der Vorstoß einer Vorgängerpartei der reformorientierten Volkspartei, die 2021 einen Gesetzentwurf zur Änderung des thailändischen Lèse-Majesté-Gesetzes eingebracht hatte. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft haben die Abgeordneten mit ihrem Engagement gegen das Gesetz gegen die politische Ethik verstoßen.
Anklage wegen Ethikverstößen
Unter den Angeklagten befindet sich Natthaphong Ruengpanyawut, der Vorsitzende der reformorientierten Volkspartei. Seine Partei war bei der Parlamentswahl im Februar auf Platz zwei gelandet. Laut einem AFP-Reporter war keiner der angeklagten Parlamentarier im Gerichtssaal anwesend.
