Prinz Harry und sechs weitere prominente Kläger sind am High Court in London mit ihrer Schadenersatzklage gegen den Verlag der «Daily Mail» und der «Mail on Sunday» gescheitert.

Ein Richter am Londoner High Court wies die Klage am Dienstag in einem 436 Seiten umfassenden schriftlichen Urteil zurück. Darin erklärte er, die Kläger hätten die Vorwürfe der unrechtmäßigen Informationsbeschaffung – darunter angebliches Telefon-Hacking und der Einsatz von Privatdetektiven – nicht ausreichend beweisen können. Das Verfahren richtete sich gegen rund 50 Artikel der «Daily Mail» und der «Mail on Sunday», in denen es nach Darstellung der Kläger zu unerlaubten Methoden der Informationsbeschaffung gekommen sein soll.

Vorwürfe gegen die «Daily Mail»

Die Kläger hatten dem Verlag vorgeworfen, durch Abhören, den Einsatz verdeckter Ermittler und andere zweifelhafte Methoden an private Informationen gelangt zu sein. Diese Praxis habe in das Privatleben der Betroffenen eingegriffen und sei in den Artikeln systematisch verwertet worden, argumentierten ihre Anwälte. Der Verlag wies die Vorwürfe zurück und pochte auf die Rechtmäßigkeit der journalistischen Arbeit.