Eine gemeinsame Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des International Council on Clean Transportation (ICCT) hat ergeben, dass die inflationsbereinigten Listenpreise für Elektroautos in Deutschland zwischen 2020 und 2025 um 18 Prozent gesunken sind, während vergleichbare Verbrenner nominal etwa 24 Prozent teurer wurden.
Für den Bericht werteten die Forschenden mehr als 100.000 Einzeleinträge aus einer Datenbank des Automobilclubs ADAC aus. Die Analyse mit dem Titel „Price and market trends of battery electric and internal combustion engine vehicles in Germany, 2020–2025" erfasst Listenpreise, Fahrzeugmasse, Motorleistung, Batteriekapazität und elektrische Reichweite in sechs Fahrzeugsegmenten. Den Autoren zufolge vergleicht die Methodik über die Zeit jeweils dasselbe oder vergleichbare Modelle und damit nicht „Kirschen mit Äpfeln", wie Patrick Plötz vom Fraunhofer ISI erläuterte.
Trotz der realen Preissenkung stieg der durchschnittliche Listenpreis eines neuen Elektroautos nominal von rund 37.000 Euro auf etwa 53.000 Euro. Verantwortlich sei laut Plötz vor allem der Wandel des Angebots: „Der mittlere Preis ist dadurch gestiegen, es sind aber auch ganz andere Fahrzeuge. Man würde also Kirschen mit Äpfel vergleichen. Um das zu verhindern, haben wir versucht, gleiche oder vergleichbare Fahrzeuge über die Zeit zu betrachten."
