In Braunau am Inn ist am Mittwoch das umgebaute Geburtshaus von Adolf Hitler nach dreijähriger Renovierung offiziell als Polizeizentrum eröffnet worden; künftig sind dort die Stadtpolizei und die Bezirkspolizeikommando untergebracht.

Das Gebäude an der Salzburger Vorstadt 15, in dem Adolf Hitler am 20. April 1889 zur Welt kam, hat eine grundlegende Veränderung erfahren. Das Innenministerium investierte nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro in den Umbau, der die Fassade entkernte und die Innenräume modernisierte. „Helle Gänge, saubere Wände, modernes Licht“ beschreibt die APA den Zustand des Hauses, das nach den Worten von Stephan Mlczoch, Leiter der Abteilung für historische Angelegenheiten im Innenministerium, „ganz typisch für einen Neubau“ sei.

Architekten orientierten sich bei der äußeren Gestaltung an Vorlagen aus dem 18. Jahrhundert, um den Wiedererkennungswert des Hauses zu minimieren. Der charakteristische gelbe, bröckelnde Putz und die Fenster mit halbrunden Stuckbögen, die das Gebäude über Jahrzehnte als Pilgerort für Rechtsextreme kennzeichneten, sind verschwunden. An ihre Stelle ist eine schlichte, hell verputzte Fassade getreten, die sich unauffällig in das Stadtbild einfügt.