Berlin, 01 Juli 2026
Die traditionalistische Piusbruderschaft hat am 1. Juli 2026 in Écône im Schweizer Kanton Wallis vier Bischöfe geweiht und damit einen offenen Konflikt mit Papst Leo XIV. und der katholischen Kirche in Kauf genommen.
Die Piusbruderschaft (Society of Saint Pius X) führte die Zeremonie unter einem großen Zelt in Écône durch, wo Tausende, nach Schätzungen bis zu 20.000 Menschen, zumeist aus Frankreich angereist waren. Die Anhänger hatten bereits seit Wochenbeginn auf einer Bergwiese in dem Walliser Ort campiert, um das Ereignis vorzubereiten. Am Vortag hatte Papst Leo XIV. die Gemeinschaft öffentlich aufgefordert, die Weihe abzusagen. In seinem Appell, der auch in den sozialen Medien Verbreitung fand, warnte er mit deutlichen Worten: „Tut das nicht! Lasst uns versuchen, die Gemeinschaft in der Kirche zu leben. Aber es ist ihre Entscheidung. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, was das für sie und die Kirche bedeutet.“
