Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) hat in der ORF-"Pressestunde" am Sonntag angekündigt, den Pflegebonus für Pflege-Fachkräfte in Österreich gesetzlich absichern zu wollen.

Die Sozial- und Gesundheitsministerin erklärte, die Pflegekräfte seien ein "ganz wesentlicher Faktor". Neben bereits gesetzten Maßnahmen wie der Öffnung der Schwerarbeit für Pflegekräfte kündigte Schumann an, dass der Pflegebonus nun auch gesetzlich abgesichert werden soll. "Das ist die geplante Vorgangsweise, gleichzeitig mit dem Ausbau der mobilen Pflege", sagte sie.

Der Bonus beträgt laut Sozialministerium aktuell 2.200 Euro pro Jahr bei Vollzeit-Beschäftigung (und wird aufgeteilt monatlich ausbezahlt). Zuständig für die Umsetzung sind die Bundesländer. Die Budgetmittel des Bundes dafür sind im aktuellen Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern (der bis Ende 2028 gilt) ja bereits bereitgestellt.

Schumann will nun eine verpflichtende Zweckbindung der Mittel für die Auszahlung des Bonus schaffen. Gefragt, ob die Zweckbindung der Mittel für den Bonus bereits akkordiert sei, sagte Schumann, das wolle man "nun auf den Weg bringen". Damit soll sichergestellt werden, dass die Mittel tatsächlich bei den Beschäftigten in Pflege und Betreuung ankommen.