Bei einem Anrainer der OMV-Raffinerie in Schwechat ist neben dem Hausbrunnen auch das Leitungswasser mit PFAS belastet; laut Prüfbericht eines steirischen Labors liegt der Wert im Brunnen bei 102 Nanogramm pro Liter, im Leitungswasser bei 19,8 Nanogramm pro Liter.

Die Geschichte des Mannswörther Anrainers Martin K. aus der Ignaz-Köck-Straße nimmt eine weitere Wendung: Nachdem sein Hausbrunnen bereits über dem seit Jänner geltenden EU-Grenzwert von 100 Nanogramm PFAS pro Liter lag, hat er nun auch erfahren, dass sein Leitungswasser die Industriechemikalien enthält. Das steirische Labor wies 19,8 Nanogramm PFAS pro Liter nach – die Summe der Gruppe PFAS-20, also 0,0198 Mikrogramm. Außerhalb des unmittelbaren Bereichs rund um seinen Hof lagen die Werte laut OMV unter dem Grenzwert.

Hintergrund: Wie die PFAS in den Boden gelangten

Hintergrund der Belastung sind AFFF-Feuerlöschschäume, die in der OMV-Raffinerie in Schwechat verwendet wurden und in den Boden gelangt sind. Dadurch sind in mehreren Hausbrunnen im nahe gelegenen Mannswörth die Grenzwerte überschritten worden. Die EU legt für die Summe der PFAS-20 einen Höchstwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser fest; Dänemark erlaubt nur 0,002 Mikrogramm, Schweden 0,004 Mikrogramm pro Liter.