In Armenien hat am 7. Juni 2026 die von geopolitischen Spannungen begleitete Parlamentswahl begonnen, bei der Ministerpräsident Nikol Pashinyan mit seiner Partei „Zivilvertrag" eine dritte Amtszeit anstrebt und die zugleich als Richtungsentscheidung zwischen einer engeren Anbindung an die EU und der traditionellen Bindung an Russland gilt.

Die Wahllokale öffneten um 6.00 Uhr Ortszeit, wie die zentrale Wahlkommission mitteilte. Nach Angaben der Wahlkommission gaben innerhalb der ersten drei Stunden knapp 15 Prozent der Wähler ihre Stimme ab. Rund 2,5 Millionen Armenier waren aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen.

Im Zentrum des Urnengangs steht die außenpolitische Ausrichtung des südkaukasischen Landes. Die Kaukasusrepublik pflegte bislang traditionell enge Beziehungen zu Moskau. Die Regierung signalisierte zuletzt aber verstärktes Interesse an einer Anbindung an die Europäische Union. Armenien ist Mitglied der russisch dominierten Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU).