Der österreichische Parlament-Budgetdienst (Budget Office) hält das im Doppelbudget 2027/28 verankerte Defizitziel von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis 2028 für kaum erreichbar und sieht eine 'Reihe von Risiken'.

In seiner am Donnerstag veröffentlichten Analyse des Doppelbudgets 2027/28 kommt der Budgetdienst zu dem Schluss, dass die Zielerreichung 'aus mehreren Gründen mit einer hohen Unsicherheit behaftet' ist. Die für die Einhaltung des Maastricht-Defizitziels von drei Prozent des BIP im Jahr 2028 erforderliche Budgetkonsolidierung müsse 'konsequent fortgeführt' werden. Andernfalls drohe ein Abweichen vom Zielpfad.

Schuldenquote und Wirtschaftslage

Trotz sinkender Defizite prognostiziert der Budgetdienst einen Anstieg der österreichischen Schuldenquote auf 85 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2031. Die wirtschaftliche Lage bleibe laut dem Budgetdienst volatil, was die Planung zusätzlich erschwere. Auch die anderen Gebietskörperschaften müssten einen Beitrag zur Konsolidierung leisten.