Wien, 01 Juli 2026

Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) sieht die Wirtschaft in Mittel-, Ost- und Südosteuropa 2026 trotz des Iran-Kriegs robust wachsen, wobei Polen mit einem Plus von 3,7 Prozent die EU-Staaten anführt.

Polen führt, Rumänien fällt zurück

Für die Visegrád-Staaten Polen, Tschechien, Ungarn und Slowakei sowie Slowenien erwartet das wiiw im laufenden Jahr ein durchschnittliches Wachstum von 2,8 Prozent. Polen sticht mit einem prognostizierten Plus von 3,7 Prozent heraus und ist damit der EU-Spitzenreiter. Für 2027 rechnen die Wiener Ökonomen mit einer leichten Abschwächung auf 2,4 Prozent in den östlichen EU-Mitgliedern.

Getragen wird die Konjunktur laut wiiw vor allem vom privaten Konsum, der durch reale Lohnzuwächse gestützt wird. Hinzu kommen EU-Fördermittel und Investitionen in die Rüstungsindustrie, die das Wachstum in den CEE-Staaten zusätzlich befeuern. Einen neuerlichen Inflationsschock sehen die Forscher derzeit nicht.