Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega hat bei einer Kundgebung zum 47. Jahrestag der Sandinistischen Revolution in Managua angekündigt, dass es in Nicaragua künftig keine Wahlen mehr geben werde, bei denen die Opposition die Regierung übernehmen könnte.
Hintergrund: Ortegas Rückkehr an die Macht
Vor Tausenden Anhängern erklärte der 80-jährige Ortega am Sonntag (Ortszeit) in der Hauptstadt Managua, jede Möglichkeit eines politischen Machtwechsels verhindern zu wollen. Er richtete sich dabei unmittelbar an seine politischen Gegner und an die USA, deren Einfluss auf die Region er wiederholt kritisiert. Mit Blick auf frühere Wahlniederlagen der Opposition sagte Ortega: „Sie können es vergessen, hier in Nicaragua wird es keine Wahlen mehr geben, bei denen sie versuchen könnten, die Regierung zu übernehmen und die Macht an sich zu reißen.“
Die nächste Präsidentschaftswahl in Nicaragua ist laut dem aktuellen Wahlkalender für 2027 vorgesehen. Ursprünglich waren Wahlen bereits für November 2021 angesetzt. Eine Verfassungsreform verlängerte die Amtszeit des Präsidenten zwischenzeitlich von fünf auf sechs Jahre. Ortega hatte im Jahr 2021 seine vierte aufeinanderfolgende Amtszeit angetreten; zuvor war er bereits von 1979 bis 1990 Staatsoberhaupt Nicaraguas.
