Die Finanzdirektorin des ORF, Eva Schindlauer, verlässt den öffentlich-rechtlichen Sender mit Ablauf des 31. Dezember 2026.
Die ORF-Finanzdirektorin Eva Schindlauer verlässt den öffentlich-rechtlichen Sender mit Ablauf des 31. Dezember 2026. Das bestätigte der ORF am Freitag gegenüber der APA. Die Entscheidung sei in gegenseitigem Einvernehmen getroffen worden, hieß es aus dem Unternehmen.
Schindlauer hatte in den vergangenen Jahren zentrale finanzielle Herausforderungen des ORF verantwortet. Dazu zählten die Umsetzung mehrerer Sparpakete sowie der Umgang mit deutlich zurückgehenden Werbeerlösen. Zudem begleitete sie die Umstellung der gerätebezogenen GIS-Gebühr auf die aktuelle ORF-Haushaltsabgabe, mit der der Sender künftig an die Haushalte und nicht mehr an einzelne Empfangsgeräte anknüpft.
Herausforderungen in der Amtszeit
Die Haushaltsabgabe war politisch umstritten und wurde von Teilen der ÖVP sowie von Wettbewerbern des ORF kritisiert. Befürworterinnen und Befürworter argumentierten, die neue Finanzierung sichere die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks langfristig ab. Gegnerinnen und Gegner sahen darin eine Zwangsabgabe für alle Haushalte, auch wenn sie keine ORF-Programme nutzen.
