Der KI-Konzern OpenAI hat sein Werbegeschäft in mehreren europäischen Ländern gestartet und integriert Anzeigen in die Antworten seines Chatbots ChatGPT, was Verbraucherschützer und Expertinnen auf den Plan ruft.

Ein neues Geschäftsmodell

OpenAI weitet seine Werbeaktivitäten auf Europa aus. Nach dem Start in den USA im vergangenen Jahr und ersten Pilotprojekten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien sollen Anzeigen künftig fester Bestandteil der ChatGPT-Antworten werden. Wie das Unternehmen mitteilte, richten sich die Anzeigen zunächst an Werbekunden in ausgewählten Märkten und Branchen.

Das Geschäftsmodell folgt einer bekannten Logik: Werbung soll die enormen Rechenkosten generativer KI gegenfinanzieren. OpenAI-Chef Sam Altman hatte wiederholt erklärt, dass KI-Inferenz teuer sei und das Unternehmen alternative Einnahmequellen neben Abo-Modellen brauche. Mit Sponsored Answers, also bezahlten Empfehlungen innerhalb der Konversation, will der Konzern nun einen milliardenschweren Werbemarkt erschließen.