Olav Kooij gewinnt erste Sprintetappe der 113. Tour de France
Pau, 08. Juli 2026
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Kurzfassung
Der niederländische Radprofi Olav Kooij hat am Mittwoch die fünfte Etappe der 113. Tour de France im Massensprint gewonnen. Der Debütant setzte sich über 158,3 Kilometer von Lannemezan nach Pau vor dem deutschen Tour-Neuling Max Kanter und dem Belgier Tim Merlier durch.
Der niederländische Radprofi Olav Kooij hat am Mittwoch die fünfte Etappe der 113. Tour de France gewonnen und im Massensprint von Lannemezan nach Pau seinen Premierensieg bei der Frankreich-Rundfahrt gefeiert.
Kooij, der für das Team Decathlon CMA CGM fährt, siegte nach 158,3 Kilometern in der Zeit von 3:29:07 Stunden. „Der niederländische Radprofi Olav Kooij hat am Mittwoch die fünfte Etappe der Tour de France für sich entschieden“, hieß es im Bericht des Senders Deutschlandfunk, der die Nachricht am 08.07.2026 im Programm sendete. Auf den zweiten Platz sprintete der deutsche Debütant Max Kanter vom Team Astana, der damit sein bestes Resultat bei seiner ersten Tour erzielte. Den dritten Rang belegte der Belgier Tim Merlier vom Team Soudal. Alle drei erreichten das Ziel mit derselben Zeit.
Bei seinem ersten Tour-de-France-Start sicherte sich Kooij damit direkt einen Etappensieg. Es war das erste Teilstück, das auf die Sprinter ausgerichtet war: „Nach vier schweren Tagen zum Start war es das erste Teilstück, das auf die Sprinter ausgerichtet war“, bilanzierte die Nachrichtenagentur APA in ihrem am 8.7.2026 verbreiteten Bericht. Zuvor hatten vier anspruchsvolle Eröffnungsetappen das Klassement geprägt.
Veistroffers Solo endet kurz vor dem Ziel
Unmittelbar nach dem Start hatte der französische Ausreißer Baptiste Veistroffer attackiert und versucht, dem Feld davonzufahren. „Der französische Ausreißer Baptiste Veistroffer, der unmittelbar nach dem Start attackiert hatte, wurde kurz vor dem Ziel eingefangen“, berichtete der Sender. Lange konnte der Franzose dem Tempo des Hauptfeldes nicht standhalten. Erst auf den letzten Metern wurde er vom herannahenden Feld gestellt.
Das Finale der Etappe verlief turbulent: „Nach einem Sturz knapp fünf Kilometer vor dem Ende gestaltete sich das Finale hektisch“, hieß es. Durch den Crash, der sich rund fünf Kilometer vor dem Ziel ereignete, wurde das Hauptfeld auseinandergerissen. Schließlich kam nur eine kleinere Gruppe zusammen auf die Zielgerade zu: „nur eine kleinere Gruppe fuhr schließlich zusammen auf die Zielgerade zu“.
Sturz fünf Kilometer vor dem Ziel
Von dem Sturz war auch der Gesamtführende Torstein Träen betroffen, der laut Bericht in einen Crash an einem Kreisverkehr vor dem Ziel verwickelt, aber unverletzt blieb. Der Norweger vom Team Uno behielt dennoch das Gelbe Trikot des Gesamtführenden: „Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden trägt weiterhin der Norweger Torstein Träen“, hieß es dazu.
Träen verteidigt das Gelbe Trikot
An der Spitze der Gesamtwertung gab es nach der fünften Etappe keine Veränderungen. „Der Norweger führt die Gesamtwertung weiterhin 28 Sekunden vor dem Amerikaner Sean Quinn an“, hieß es. Träen liegt nach fünf von 21 Etappen mit einer Gesamtzeit von 16:32:07 Stunden in Führung. Quinn, der für das Team EF fährt, folgt mit 28 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Dritter ist der Tscheche Mathias Vacek vom Team Lidl mit 3:50 Minuten Rückstand.
Die weiteren Plätze in den Top Ten der Gesamtwertung belegen Tadej Pogačar aus Slowenien und Jonas Vingegaard aus Dänemark, die beide 7:53 Minuten Rückstand auf Träen aufweisen. Damit liegen die Favoriten weiterhin dicht beieinander, auch wenn sie auf der Sprintetappe keine Rolle um den Tagessieg spielten.
Favoriten bleiben im Hauptfeld
Die Favoriten rund um den verteidigenden Champion Tadej Pogačar überquerten mit dem Hauptfeld die Ziellinie. Pogačar erreichte das Ziel auf Rang 21 mit 14 Sekunden Rückstand auf den Etappensieger, Vingegaard wurde 53. Remco Evenepoel aus Belgien wurde 22., der Franzose Paul Seixas 23.
Unter den weiteren Platzierten des Tages befanden sich Huub Artz aus den Niederlanden auf Rang vier, der Belgier Jasper Philipsen auf Platz fünf, Biniam Girmay aus Eritrea als Sechster, der Dänische Meister Mads Pedersen auf Rang sieben, Milan Fretin aus Belgien als Achter, der Franzose Anthony Turgis auf Platz neun und der Norweger Sören Waerenskjold auf Rang zehn. Alle kamen mit derselben Zeit wie der Sieger ins Ziel.
Die österreichischen Starter hatten mit dem Ausgang der Etappe wenig zu tun. Felix Großschartner vom UAE-Team, der auch mit dem österreichischen Teamkollegen Felix Gall im Decathlon-Team von Kooij verbunden ist, belegte auf der fünften Etappe mit 14 Sekunden Rückstand den 61. Rang. In der Gesamtwertung liegt Großschartner auf Platz 51 mit 28:01 Minuten Rückstand auf Träen. Marco Haller vom Tudor-Team wurde 122. der Tageswertung und fiel mit 2:05 Minuten Rückstand auf den 180. Platz der Gesamtwertung zurück, wo er nun 1:21:28 Stunden hinter dem Führenden liegt.
Wettertechnisch brachte die fünfte Etappe eine leichte Entspannung gegenüber dem Vortag: „Nach der extremen Hitze am Vortag war es etwas kühler, aber immer noch deutlich über 30 Grad Celsius und schwül“, hieß es im Bericht. Die hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 30 Grad stellten die Fahrer weiterhin vor hohe Anforderungen.
Wetter weiterhin extrem
Mit dem Etappensieg verschaffte sich Kooij, der beim Team Decathlon CMA CGM auch Teamkollege des Österreichers Felix Gall ist, ein frühes Aushängeschild bei seiner ersten Tour-Teilnahme. Die Nachrichtenagentur APA schloss den Tagesbericht mit der Nachricht, dass am Donnerstag in den Pyrenäen die erste schwere Bergetappe ansteht: „Am Donnerstag folgt in den Pyrenäen die erste schwere Bergetappe mit der ersten von fünf Bergankünften dieser 113. Frankreich-Rundfahrt“.
Ausblick auf die sechste Etappe in den Pyrenäen
Die sechste Etappe, die als erste große Bergetappe dieser Tour ausgeschrieben ist, richtet sich laut Bericht klar an die Kletterer und die Favoriten auf den Gesamtsieg. „Die sechste Etappe ist für Donnerstag geplant und richtet sich an die Favoriten und Kletterer“, hieß es dazu. Erwartet werden auf dieser Etappe deutliche Verschiebungen im Gesamtklassement.
Auf dem Programm der sechsten Etappe steht unter anderem der berühmte Col du Tourmalet in den Pyrenäen. Insgesamt sind laut Bericht 4.100 Höhenmeter zu bewältigen, was die Etappe zur bisher härtesten Prüfung dieser Frankreich-Rundfahrt macht.
Der Bericht über den Verlauf der Etappe wurde über den Nachrichtenkanal der Deutschen Presse-Agentur (dpa) verbreitet. Die Daten und Zeitangaben beruhen auf den offiziellen Meldungen der Tour-Organisation sowie den Berichten von APA und Deutschlandfunk vom 8. Juli 2026.
Mit Blick auf die Gesamtwertung bleibt die Ausgangslage vor den Bergen offen: Träen führt zwar mit 28 Sekunden vor Quinn, doch die ersten richtigen Selektionsetappen stehen mit den Bergankünften in den Pyrenäen erst bevor. Die Favoriten wie Pogačar und Vingegaard werden dann versuchen, Zeit aufzuholen.
Für die Sprint-Spezialisten wie Kooij, Kanter, Merlier und Philipsen bot die fünfte Etappe die erste echte Chance, um den Tagessieg mitzufahren. Mit Kooijs Erfolg bekam das Feld der schnellen Männer bereits einen prominenten Sieger – und das, obwohl der Etappenverlauf durch den Sturz vor dem Ziel unübersichtlich war.
Fragen & Antworten
Wer ist Olav Kooij?
Olav Kooij ist ein niederländischer Radprofi, der für das Team Decathlon CMA CGM fährt. Bei seiner ersten Tour de France feierte er am achten Juli 2026 mit dem Etappensieg in Pau einen Premierenerfolg.
Warum war die fünfte Etappe die erste Chance für die Sprinter?
Nach vier schweren Eröffnungsetappen war die fünfte Etappe über 158,3 Kilometer von Lannemezan nach Pau das erste flache Teilstück, das auf die schnellen Fahrer zugeschnitten war.
Was passiert auf der sechsten Etappe am Donnerstag?
Am Donnerstag steht in den Pyrenäen die erste schwere Bergetappe dieser 113. Tour de France mit insgesamt 4.100 Höhenmetern und dem Col du Tourmalet auf dem Programm, einschließlich der ersten von fünf Bergankünften.
Kooij Sprint Tour de France Etappe 5 Pau | finanz360