Jonas Vingegaard hat am Samstag die 20. Etappe des 109. Giro d'Italia gewonnen und geht mit mehr als fünf Minuten Vorsprung auf den Osttiroler Felix Gall in das abschließende Teilstück am Sonntag in Rom.
Vingegaards Attacke am Schlussanstieg
Der Däne setzte sich auf dem 200 Kilometer langen Teilstück von Gemona del Friuli zur Wintersportstation Piancavallo auf 1.290 Metern Höhe durch. Es war sein fünfter Etappensieg bei dieser Italien-Rundfahrt.
Felix Gall vom Team Decathlon-AG2R La Mondiale belegte mit einem Rückstand von einer Minute und 15 Sekunden den zweiten Tagesrang. Der 28-Jährige verteidigte damit seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung.
Der Australier Jai Hindley, ein früherer Giro-Sieger, wurde Etappendritter und liegt auch im Gesamtklassement auf Rang drei. Sein Rückstand auf Vingegaard beträgt 6 Minuten und 25 Sekunden.
Vingegaard attackierte rund elf Kilometer vor dem Ziel am zweiten Anstieg nach Piancavallo. Der Träger des Rosa Trikots setzte sich entscheidend von seinen Konkurrenten ab und holte auch die Ausreißer der frühen Fluchtgruppe noch ein.
Gall konnte dem Antritt des Dänen kurz folgen, musste dann aber abreißen lassen. Dennoch reichte es für den Osttiroler, seinen Vorsprung auf die Verfolger zu behaupten.
Rennverlauf der 20. Etappe
Die Etappe führte über 201 Kilometer und wies insgesamt 3.750 Höhenmeter auf. Die ersten 130 Kilometer waren weitgehend flach, ehe der 14,5 Kilometer lange Schlussanstieg zweimal bewältigt werden musste.
Eine frühe Ausreißergruppe hatte zwischenzeitlich mehr als viereinhalb Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld herausgefahren. Auf der ersten Auffahrt nach Piancavallo erhöhte das Team Visma-Lease a Bike das Tempo, dicht gefolgt von der Decathlon-Mannschaft.
Giulio Ciccone von Lidl-Trek sicherte sich auf der ersten Zielpassage in Piancavallo die Bergwertung des Giro d'Italia. Der Italiener hatte zuvor am Freitag die Königsetappe mit über 5.000 Höhenmetern bestritten.