Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB SE will durch die Ausgabe neuer Aktien rund 500 Millionen Euro brutto einnehmen, um sein Wachstum im Weltraumsektor weiter zu finanzieren.

Hintergrund: Von der Schiffswerft zum Raumfahrtkonzern

Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB (OHB SE) will sich über eine Kapitalerhöhung frisches Geld für das rasante Wachstum besorgen. Dazu will das Unternehmen neue Aktien ausgeben und so rund 500 Millionen Euro brutto einnehmen. Das kündigte das Unternehmen am Montag an.

Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs sagte: „Die geplante Transaktion wird es ermöglichen, unser Wachstum gemeinsam mit bestehenden und neuen Investoren voranzutreiben, die Teil der strategischen Unabhängigkeit Europas im Weltraum sein möchten." Mit den Nettoerlösen will OHB den Angaben zufolge die weitere Industrialisierung der Produktion, von Trägerraketen und künftigen Programmen finanzieren.

Die Hauptaktionäre von OHB, die Familie Fuchs und der Investor Orchid Lux HoldCo S.à r.l., verzichten auf ihre Bezugsrechte. Damit kann ein Großteil der neuen Aktien direkt an ausgewählte Investoren verkauft werden. Die Familie Fuchs kündigte an, die Kontrolle über die Mehrheit der Stimmrechte behalten zu wollen. Der zum Vermögensverwalter KKR (Kohlberg Kravis Roberts) gehörende Investor Orchid will demnach einen Teil seiner Anteile verkaufen, während die Familie Fuchs keine Aktien veräußert.