Bremen/Düsseldorf, 11. Juni 2026

Der Bremer Satellitenhersteller OHB und der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall haben ein Joint Venture gegründet, das beim bislang größten Satellitenprojekt der Bundeswehr die Gesamtverantwortung übernehmen soll.

Das neue Unternehmen trägt den Namen „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH" und hat seinen Sitz in Bremen. Wie aus Berichten von „Handelsblatt" und „Financial Times" hervorgeht, hatten OHB und Rheinmetall sich zuvor gemeinsam um das Vorhaben beworben, das als das bislang umfangreichste Satellitenprogramm der deutschen Streitkräfte gilt. Der erwartete Auftragswert liegt den Berichten zufolge bei bis zu zehn Milliarden Euro.

Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist es, der Bundeswehr eine hochleistungsfähige, geschützte und dauerhaft verfügbare Kommunikationsarchitektur zur Verfügung zu stellen. Das System soll Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen miteinander vernetzen und Sprache, Daten sowie Echtzeitinformationen über alle Führungsebenen hinweg sicher übertragen. Die Gesamtverantwortung umfasst dabei Entwicklung, Integration, Lieferung und Betrieb ebenso wie IT-Sicherheit und den Aufbau eines Cyber Operation Centers.