Wien, 30 Juni 2026

Der österreichische Außenhandel ist 2025 nach einem Überschuss im Vorjahr tief ins Minus gerutscht, weil die Importe stiegen und die Exporte – vor allem in die USA – einbrachen.

Ursachen des Einbruchs

Österreichs Außenhandel hat sich im Jahr 2025 deutlich eingetrübt. Wie aus den Anfangsdaten von Statistik Austria hervorgeht, rutschte die Handelsbilanz tief ins Minus, nachdem 2024 noch ein Überschuss von 2,2 Milliarden Euro erzielt worden war. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren vor allem das gestiegene Handelsbilanzdefizit mit China infolge deutlich höherer Importe sowie der Rückgang des Handelsbilanzaktivums mit den USA aufgrund der um mehr als ein Fünftel gesunkenen Exporte.

Die Warenimporte Österreichs stiegen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 196,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig entwickelten sich die Ausfuhren deutlich schwächer, sodass sich die Gesamthandelsbilanz spürbar verschlechterte. Manuela Lenk, Generaldirektorin von Statistik Austria, erklärte, das abgelaufene Jahr sei "von globalen Unsicherheiten im internationalen Handel geprägt" gewesen.