Die österreichische Bundesregierung hat am Montag nach dem Sommerministerat in Salzburg einen Gesetzentwurf in Begutachtung und an die EU-Kommission zur Notifizierung geschickt, der den Zugang zu sozialen Netzwerken und Videoplattformen für Unter-14-Jährige künftig an einen verpflichtenden Altersnachweis bindet.

Was die Regierung in Salzburg beschlossen hat

Das Vorhaben ist Teil einer Novelle des Audiovisuelle Mediendienste-Gesetzes (AMD-G). Wie es aus dem Pressefoyer nach dem Ministerrat hieß, sei das Ziel, Kinder und Jugendliche besser vor Suchtmechanismen und problematischen Inhalten im Internet zu schützen. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sagte, es gebe "erstmals klare Regeln für den Zugang zu bestimmten Social-Media-Plattformen für Unter-14-Jährige"; Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler (SPÖ) sprach von "ein sehr guter Tag aus Sicht der Kinder". Beide betonten, dass die Verantwortung für die Einhaltung der neuen Regeln nicht bei Kindern oder Eltern liegen solle, sondern bei den Plattformbetreibern.