Bei einem Arbeitsbesuch in Luxemburg hat die österreichische Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Montag Interesse an einer Beteiligung am luxemburgischen Satellitenprojekt GovSat-2 bekundet und zugleich die bestehende Zusammenarbeit mit dem Betreiber SES hervorgehoben.

Im Zentrum des Besuchs steht das Nachfolgeprojekt zu GovSat-1, das vom Unternehmen SES gemeinsam mit der luxemburgischen Regierung entwickelt wird. SES betreibt unter anderem den Satellitenfernsehdienst ASTRA und stellt mit GovSat staatlichen Stellen gesicherte Kommunikationsdienste bereit. Das österreichische Bundesheer nutzt bereits den Vorgängersatelliten GovSat-1, der seit 2018 unter anderem von EU- und NATO-Staaten für Einsatzunterstützung und Vernetzung verwendet wird.

Hintergrund: Was ist GovSat-2?

Im Gegensatz zum luxemburgischen GovSat-2, der als stationärer Satellit in einer geostationären Umlaufbahn in etwa 36.000 Kilometern Höhe den europäischen Luftraum abdecken soll, werden die geplanten österreichischen Satelliten in einer deutlich geringeren Höhe von rund 500 Kilometern fliegen. Dabei handelt es sich um drei Satelliten, die gemeinsam mit den Niederlanden im Rahmen des Projekts LEO2VLEO entwickelt werden.