Wien, 01 Juli 2026

Die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) hat neue Empfehlungen zur Hautkrebsvorsorge präsentiert, die routinemäßige Screenings künftig auf Personen mit erhöhtem Risiko konzentrieren und erstmals eine erste Risikoeinstufung mit 18 Jahren vorsehen.

Ein neues Stufenmodell für Österreich

Die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie hat ihre bisherigen Empfehlungen zur Hautkrebsvorsorge grundlegend überarbeitet. Kernpunkt ist ein risikobasiertes Modell, das zwischen Menschen mit erhöhtem Melanomrisiko und Personen mit niedrigem Risiko unterscheidet. Ziel sei nicht weniger Vorsorge, sondern eine gezieltere, qualitätsgesicherte und evidenzbasierte Früherkennung, wie Erstautor Peter Kölblinger, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Melanom und dermatologische Onkologie der ÖGDV, laut Presseunterlage betonte.

Erstautor Peter Kölblinger ist an der Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie Salzburg der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg tätig. Gemeinsam mit weiteren Fachleuten erarbeitete er das neue Stufenkonzept, das ab sofort gelten soll. Es sieht vor, dass Erwachsene ab 18 Jahren zur Einschätzung ihres Melanomrisikos einmalig zu einer Dermatologin oder einem Dermatologen gehen.