Eine in JAMA Dermatology veröffentlichte Studie zeigt, dass das seit 2008 bestehende, bevölkerungsweite Hautkrebs-Screening in Deutschland die Sterblichkeit durch schwarzen Hautkrebs im Vergleich zu Nachbarländern ohne ein solches Programm nicht nachweisbar senkt.
Ausgangslage: Ein weltweit einmaliges Programm
Deutschland ist nach Angaben der Studienautoren das einzige Land weltweit mit einem flächendeckenden Hautkrebs-Screening. „Deutschland ist das einzige Land auf der Welt mit einem bevölkerungsweiten Hautkrebsscreening", heißt es in dem Beitrag. Seit 2008 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Ganzkörperuntersuchung bei einem Hausarzt oder Dermatologen, um verdächtige Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen.
Forscher um Joachim Hübner, Leiter der Klinischen LandesEvaluationsOffice in Niedersachsen, haben für ihre Analyse Daten aus 15 deutschen Bundesländern herangezogen. Sie verglichen die Trends der Melanom-Sterblichkeit in Deutschland mit denen in neun Nachbarländern, die kein vergleichbares Screening-Programm haben. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology veröffentlicht.
