ÖBV-Frauen scheitern bei 3x3-Heimturnier in Wien nach dramatischem 12:14 gegen Frankreich
Wien, 13. Juni 2026
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Kurzfassung
Das österreichische Frauen-Nationalteam ist beim 3x3-Basketball-Heimturnier am Wiener Neumarkt bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Nach einer 11:19-Niederlage gegen Kanada am Freitag verlor das ÖBV-Quartett am Samstag 12:14 nach Verlängerung gegen Frankreich und verpasste damit den Aufstieg ins Viertelfinale.
Das österreichische Frauen-Nationalteam ist beim 3x3-Basketball-Heimturnier am Wiener Neumarkt in Wien nach einer 11:19-Auftaktpleite gegen Kanada und einer 12:14-Niederlage nach Verlängerung gegen Frankreich bereits in der Gruppenphase ausgeschieden.
Heimturnier mit schwieriger Auslosung
Das Turnier auf dem Heumarkt, dessen Stadion bis zu 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fasst, hätte für das ÖBV-Quartett Anja Fuchs-Robetin, Alexia Allesch, Simone Sill und Sigrid Koizar zu einem sportlichen Highlight im eigenen Land werden sollen. Doch die Ausgangslage vor dem ersten Gruppenspiel am Freitag (20.20 Uhr, live in ORF Sport +) gegen das favorisierte Kanada erwies sich als äußerst anspruchsvoll. Kanada, international als eine der stärksten 3x3-Nationen etabliert, setzte sich am Ende deutlich mit 19:11 durch.
ÖBV-Frauen verpassen Viertelfinale beim 3x3-Heimturnier in | finanz360
Die Auslosung sei nicht einfach, aber mit dem Heimpublikum im Rücken könne man viel schaffen, sagte Fuchs-Robetin vor dem Turnier. Auch Sill blickte optimistisch in die Heimspiele: „Ich traue uns den Turniersieg zu." Die Hoffnung auf eine erfolgreiche EM-Qualifikation und auf Wiedergutmachung für das enttäuschende Abschneiden im Vorjahr, als das Aus ebenfalls bereits in der Gruppenphase gekommen war, befeuerte die Motivation zusätzlich.
Drama gegen Frankreich in der Verlängerung
Am Samstag (18.30 Uhr, live in ORF Sport +) traf das ÖBV-Team in seinem zweiten Gruppenspiel auf Frankreich. Nach einer starken Defensivleistung führten die Österreicherinnen zwischenzeitlich mit 12:8. Doch kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit glichen die Französinnen noch zum 12:12 aus, sodass die Partie in die Verlängerung gehen musste. In der Overtime kassierte das Heimteam zwei weitere Punkte und verlor schließlich mit 12:14.
Die Enttäuschung bei den Spielerinnen war anschließend groß. „Die Höhen und Tiefen sind in den zehn Minuten sehr exzessiv. Es tut wirklich weh, das noch hergegeben zu haben", ergänzte Sill, die mit ihren Kolleginnen nun auf eine erfolgreiche EM-Qualifikation hofft. Auch Allesch fand im ORF-Interview klare Worte: „Es ist schade. Wir haben das Spiel in unserer Hand gehabt. Am Ende haben wir es nicht rübergebracht."
Enttäuschung bei den ÖBV-Spielerinnen
Nach der guten Defensivleistung und dem zwischenzeitlichen 12:8-Vorsprung war die Niederlage gegen Frankreich besonders schmerzhaft, da eine bessere Platzierung in der Gruppe noch möglich schien. Die ÖBV-Frauen verpassten damit den Aufstieg ins Viertelfinale und schieden wie schon im Vorjahr in der Gruppenphase aus.
Männer-Team kämpft nach Auftaktpleite
Während das Frauen-Event mit dem frühen Ausscheiden der Gastgeberinnen endete, verlief das parallel stattfindende Männer-Turnier im Rahmen der World Tour weniger erfolgreich für die heimischen Vertreter. Team Vienna, bestehend aus Toni Blazan, Quincy Diggs, Stefan Stojacic und Steven Kaltenbrunner, unterlag im Auftaktspiel am Samstagnachmittag dem serbischen Team Liman, dem ehemaligen World-Tour-Champion, knapp mit 15:16.
Liman hatte zuvor bereits Roter Stern Belgrad, den zweiten serbischen Vertreter im Turnier, mit 21:13 deutlich geschlagen. Da die besten zwei Teams pro Gruppe weiterkommen, waren die Chancen von Team Vienna auf den Aufstieg ins Viertelfinale trotz der Auftaktniederlage intakt. Am späten Samstagabend (22.25 Uhr, live in ORF Sport +) kämpfte das Männer-Quartett daher gegen Roter Stern Belgrad noch um den Einzug in die K.o.-Runde.
Rückblick auf das Vorjahr und Revanchegelüste
Vor dem Turnier hatten die Spieler von Team Vienna den Heimvorteil betont. „Mit dem Heimpublikum im Rücken können wir uns den Titel holen", kündigte Diggs bei einer Pressekonferenz am Donnerstag an. „Wir haben bei der WM gezeigt, dass wir wieder ganz oben mitspielen können", sagte der Aufbauspieler, der bei der Weltmeisterschaft Selbstvertrauen gesammelt hatte. „Wir wollen Revanche", ergänzte Diggs mit Blick auf die Enttäuschung des Vorjahres.
Auch Fuchs-Robetin hatte vor dem Turnier betont: „Wir haben mit dem Turnier noch eine Rechnung offen." Die Mannschaft von Trainer Stefan Stojacic blickt zudem auf eine unglückliche Erfahrung aus dem Jahr 2025 zurück, als Team Vienna im Viertelfinale an Amsterdam scheiterte, nachdem kurz vor Spielende ein mögliches Foul an den Österreichern nicht gepfiffen worden war. „Wir hätten uns eine Medaille verdient gehabt", blickte Blazan auf das damalige Ausscheiden zurück.
Trotz des frühen Ausscheidens der Frauen unterstrich ÖBV-Generalsekretär Aldin Saracevic die Bedeutung der Veranstaltung für den heimischen Basketballsport. „Der Bewerb ist für uns sehr wichtig, weil der Basketballsport dadurch viel mehr Sichtbarkeit bekommt", sagte er. Das Heimturnier in Wien sei auch über die sportlichen Ergebnisse hinaus ein wichtiger Schritt, um 3x3-Basketball in Österreich stärker zu verankern.
Bedeutung für den österreichischen Basketballsport
Das Turnierprogramm in Wien umfasste neben den A-Nationalteams der Männer und Frauen auch die U23-Nationalteams sowie die Rollstuhlbasketballer, die ebenfalls am Heumarkt aufliefen. Damit bot das Heimturnier einer breiten Öffentlichkeit Einblicke in verschiedene Spielklassen und -formate des 3x3-Basketballs.
Die Enttäuschung bei den ÖBV-Frauen überwog jedoch am Ende des Wochenendes. Die zwischenzeitliche Führung gegen Frankreich und der knappe Auftakterfolg der Männer gegen Liman zeigten aber, dass die heimischen Teams auf internationalem Niveau mithalten können. Die Spielerinnen werden den Blick nun nach vorne richten und auf eine erfolgreiche EM-Qualifikation hoffen.
Für Team Vienna der Männer ging es nach dem Spiel gegen Roter Stern Belgrad darum, die Chance auf das Viertelfinale zu wahren. „Ich würde auf uns wetten", sagte Stojacic selbstbewusst. Die Ausgangslage vor dem späten Samstagabend-Spiel war trotz der 15:16-Niederlage gegen Liman intakt, da die Gruppenphase noch nicht abgeschlossen war.
Mit dem Ausscheiden der ÖBV-Frauen verliert das Heimturnier eine seiner zentralen sportlichen Geschichten. Die Spielerinnen hatten sich nach der Pleite gegen Kanada und der knappen Niederlage im Vorjahr eine deutliche Steigerung vorgenommen. Stattdessen mussten sie frühzeitig die Heimreise aus der Gruppenphase antreten, während die Männer noch um den Aufstieg kämpften.
Das Turnier in Wien unterstrich zugleich die internationale Klasse der 3x3-Szene: Mit Kanada und Frankreich trafen die ÖBV-Frauen auf zwei Schwergewichte, die in der Weltspitze des 3x3-Basketballs etabliert sind. Die Leistung der Gastgeberinnen, insbesondere die Phase zwischen der 8:12-Führung und dem späten Ausgleich der Französinnen, zeigte, dass die Mannschaft international konkurrenzfähig ist, auch wenn am Ende das nötige Quäntchen Glück fehlte.
Die Veranstalter betonten zudem die mediale Reichweite des Events. ORF Sport + übertrug die Spiele live, begleitend war ein Livestream-Angebot eingerichtet worden. Damit erreichte das Turnier ein breites Publikum in Österreich und konnte den 3x3-Basketball-Sport über die Sportinteressierten hinaus sichtbar machen.
Für die Zukunft bleibt den ÖBV-Frauen die Aussicht auf die anstehende EM-Qualifikation, bei der sie an die gezeigten Leistungen anknüpfen wollen. Die Heimturnier-Erfahrung, auch wenn sie mit dem frühen Ausscheiden endete, könnte für die weitere Entwicklung der Mannschaft und des 3x3-Basketballs in Österreich wertvoll sein.
Fragen & Antworten
Wer stand im Kader der österreichischen 3x3-Frauen?
Das ÖBV-Quartett bestand aus Anja Fuchs-Robetin, Alexia Allesch, Simone Sill und Sigrid Koizar.
Wie verlor Österreich das entscheidende Spiel gegen Frankreich?
Nach einer starken Defensivleistung und einer 12:8-Führung glichen die Französinnen kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 12:12 aus; in der Verlängerung verlor das ÖBV-Team mit 12:14.
Welche Chancen hatte das Männer-Team Vienna nach der Auftaktniederlage?
Trotz der 15:16-Pleite gegen Liman waren die Chancen von Team Vienna auf den Aufstieg ins Viertelfinale intakt, da die besten zwei Teams pro Gruppe weiterkommen und am späten Samstagabend noch das Spiel gegen Roter Stern Belgrad anstand.