Der parlamentarische Untersuchungsausschuss des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern zur rechtsterroristischen Zelle NSU hat nach fast fünf Jahren Arbeit seinen Abschlussbericht vorgelegt und knapp drei Dutzend Empfehlungen an Polizei, Justiz und Verfassungsschutz formuliert.
Der Bericht wurde am Montag in Schwerin vorgestellt, ist offiziell aber noch unter Verschluss und soll dem Landtag im Juli offiziell übergeben werden. Wie der Obmann der Linken, Noetzel, mitteilte, formulierte das Gremium nach fast fünf Jahren Arbeit rund drei Dutzend Empfehlungen an Polizei, Justiz und Verfassungsschutz. Im Ausschuss stellen SPD, Linke und Grüne die Mehrheit.
Schwerpunkt NSU und Nordkreuz
Der Ausschuss untersuchte fast fünf Jahre die Aktivitäten der Rechtsterrorismus-Zelle NSU und weitere rechtsextreme Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor hatte bereits ein erster Ausschuss von 2018 bis 2021 zu dem Thema gearbeitet. Im Zentrum standen dabei die Aufarbeitung des Mordes an Mehmet Turgut, der 2004 an einem Imbiss in Rostock vom rechtsextremen Terrornetzwerk NSU ermordet wurde, sowie mögliche Unterstützernetzwerke für den NSU und den sogenannten Nordkreuz-Komplex, ein mutmaßliches rechtsextremes Netzwerk, das auch in Mecklenburg-Vorpommern aktiv war.
