Das seit Wochen prognostizierte Klimaphänomen "El Niño" ist nach Angaben der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) der USA bereits im Gange und könnte sich zu einem der stärksten Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 entwickeln.

Wie die NOAA am Donnerstag mitteilte, sind "El-Niño-Bedingungen vorhanden und es wird erwartet, dass sie sich bis in den Winter 2026/27 auf der Nordhalbkugel hinein noch verstärken". Im Verlauf des vergangenen Monats hätten sich "El Niño"-Bedingungen entwickelt, wie unter anderem überdurchschnittliche Temperaturen an der Meeresoberfläche des Pazifik zeigten, heißt es in einer NOAA-Analyse von heute. Demnach bestehe nun "eine 63-prozentige Chance für einen sehr starken 'El Niño' von November bis Jänner".

Beim natürlich auftretenden Wetterphänomen "El Niño" erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe dem Äquator, "und dauert zwischen neun und zwölf Monate". Üblicherweise tritt das Phänomen alle zwei bis sieben Jahre auf. Dieser "El Niño" könne sich zu einem der stärksten derartigen Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen 1950 entwickeln, heißt es in der Analyse weiter. Die Auswirkungen seien weltweit spürbar: "das hat weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge".