Am Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol ist Anfang Juni ein neuartiges chirurgisches Klammer-Gerät bei Darmoperationen eingesetzt worden, das nach Angaben der Verantwortlichen zuvor in Europa noch nie zur Anwendung kam.

Das System wurde am 2. Juni bei den ersten Eingriffen verwendet, betroffen waren zwei Frauen und ein Mann. Insgesamt sind nach Klinikangaben bislang neun Patientinnen und Patienten mit der neuen Technologie operiert worden. Die Erstoperationen markieren nach Darstellung des Hauses die "Europapremiere" des Verfahrens in Europa.

Hintergrund: Was ist eine Anastomose?

Eine Anastomose – also die chirurgische Verbindung zweier Enden von Darm oder Gewebe nach der Entfernung eines erkrankten Abschnitts – ist ein entscheidender Schritt bei vielen viszeralchirurgischen Eingriffen. Herkömmliche Klammer-Geräte pressen das Gewebe zusammen und verbinden es, wobei die Qualität der Verbindung stark von Erfahrung und Einschätzung des Operateurs abhängt.