Ein am Donnerstag vorgestelltes Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) stuft die AfD als verfassungswidrig ein und sieht gute Chancen für ein Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.
Das Gutachten
Das 1500-seitige Gutachten wurde unter der Leitung von Bijan Moini von einem achtköpfigen Team innerhalb von 13 Monaten erstellt. Finanziert wurde das Projekt nach Angaben der GFF über private Spenden. Für die Analyse werteten die Fachleute eigenen Angaben zufolge mehr als drei Millionen Texteinheiten zur AfD aus, darunter Social-Media-Beiträge und Pressemitteilungen.
Den Autoren zufolge ist das Politikkonzept der AfD auf die „Ausgrenzung, Verächtlichmachung und weitgehende rechtliche Abwertung" von Ausländern, Deutschen mit Migrationsgeschichte, Musliminnen und Muslimen sowie weiteren gesellschaftlichen Gruppen gerichtet. Das Gutachten kommt zu dem „eindeutigen Ergebnis, dass die AfD verfassungswidrig ist", sagte Moini. Auch die Würde von Menschen mit Migrationsgeschichte, von Muslimen, Schutzsuchenden und trans Personen werde durch die Partei verletzt.
