Deutschland, Frankreich und acht weitere europäische Staaten haben am Montag in Paris den Aufbau einer gemeinsamen Raketenabwehr-Koalition für die Ukraine angekündigt, um auf anhaltende russische Angriffe mit ballistischen Raketen zu reagieren.
An dem Treffen auf Einladung von Frankreich und Großbritannien nahmen nach Angaben aus dem Kreis der Teilnehmer Dänemark, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich teil. Die Bundesregierung bestätigte die Teilnahme von Bundeskanzler Friedrich Merz. Im Zentrum der Beratungen standen neben dem Aufbau einer Raketenabwehr auch mögliche gemeinsame militärische Manöver.
Wer beteiligt sich an der Koalition?
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach in Paris von einer "rein defensiven Koalition gegen ballistische Raketen". Mit der Gründung der Raketenabwehr-Koalition würden jene Fähigkeiten gestärkt, die Europa benötige, sagte er. Wörtlich erklärte Macron: "Angesichts der ballistischen Bedrohung treffen wir eine klare Entscheidung: Wir schützen die Ukraine, stärken unsere gemeinsame Sicherheit und bauen ein Europa der Verteidigung auf".
In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, das Ziel der Koalition sei der Aufbau einer gemeinsamen Abwehrkapazität gegen ballistische Raketen für Europa durch die Bündelung industrieller Kapazitäten, Forschung und operativer Erfahrung. Wörtlich: "Durch die Bündelung unserer industriellen Verteidigungsbasis, unserer Forschung und unserer operativen Erfahrung ist es unser Ziel, eine gemeinsame Abwehrkapazität gegen ballistische Raketen für Europa aufzubauen und relevante unterstützende Aktivitäten zu fördern".
