Brüssel, 30 Juli 2026

Die EU hat mit der Verordnung 2024/1689 neue Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte in Kraft gesetzt, die seit Juli 2026 unter anderem Meta, YouTube und TikTok zur klaren Kennzeichnung entsprechender Beiträge verpflichten.

Hintergrund der neuen Regelung ist die Sorge vor manipulativen Inhalten, etwa Deepfake-Videos. In einem dokumentierten Fall zeigten Deepfakes Donald Trump mit einem Schwächeanfall, um ihn als körperlich geschwächt und eingeschränkt amtsfähig darzustellen. „Der achtzigjährige Politiker soll als körperlich geschwächt dargestellt werden und beschränkt amtsfähig erscheinen“, heißt es in der Beschreibung. Solche Inhalte sollen künftig erkennbar gemacht werden, damit Nutzer sie als KI-generiert einordnen können.

Hintergrund: Deepfakes als Auslöser

Die zentralen rechtlichen Grundlagen finden sich in Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 zu Transparenzpflichten sowie in Artikel 99 zu möglichen Sanktionen. Ergänzt wird die Verordnung durch den „Code of Practice on Transparency of AI-Generated Content“ der EU-Kommission vom 10. Juni 2026. Dieser Verhaltenskodex konkretisiert, wie Anbieter von KI-Systemen und Plattformen die Kennzeichnung technisch und organisatorisch umsetzen sollen.