Die US-Raumfahrtbehörde NASA erwägt, einen ursprünglich für den Mars entwickelten Rover namens „Promise" auf dem Mond einzusetzen, und hat darüber hinaus Pläne für eine dauerhafte Präsenz von Menschen auf dem Erdtrabanten angekündigt.

Auf einer Pressekonferenz stellte NASA-Chef Jared Isaacman die überarbeitete Strategie der Behörde vor. Im Zentrum steht demnach die Idee, den Rover „Promise" auf den Mond zu schicken, obwohl dieses Fahrzeug laut NASA eigentlich eine „Entwicklungsversion" der unbemannten Mars-Rover „Perseverance" und „Curiosity" ist. Wie Isaacman erklärte, seien die Pläne aber noch nicht finalisiert.

Hintergrund: Artemis 2 und der neue Anlauf

Die Entscheidung fällt in eine Phase intensiver weltweiter Aktivität rund um den Mond. Erst im April hatte die Mission „Artemis 2" nach mehr als 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes gebracht. Die Crew – Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und Jeremy Hansen – startete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, umrundete den Mond und landete anschließend im Pazifik nahe San Diego. „Bei ihrem Flug entfernten sie sich weiter von der Erde als je ein Mensch zuvor", heißt es in der Beschreibung der Mission.