Das Kennedy Center in Washington hat seine Beschäftigten angewiesen, den Namen von Donald Trump umgehend aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen und Voicemail-Ansagen zu entfernen, nachdem ein Gericht in der Vorwoche die Umbenennung des Gebäudes für unzulässig erklärt hatte.

Das Kulturzentrum am Ufer des Potomac in der US-Hauptstadt reagierte mit einem internen Memo, das am Vortag (Ortszeit) verschickt wurde. Darin werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, den Namen des US-Präsidenten aus allen offiziellen Kommunikationsmitteln zu tilgen. Wie mehrere US-Zeitungen unter Berufung auf das Schreiben berichteten, betrifft die Anweisung auch die elektronische Signatur sowie die Ansagen der Telefonanlage.

Über das Memo hinaus muss das Kennedy Center bis zum 12. Juni auch seine Website, Broschüren sowie die Beschilderung im Innen- und Außenbereich anpassen. Damit setzt die Einrichtung die Vorgaben eines Gerichts um, das in der Vorwoche entschieden hatte, dass die Umbenennung nicht einseitig von der Leitung verfügt werden durfte. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass der Kongress einer Namensänderung hätte zustimmen müssen, da das Gebäude ursprünglich durch das Parlament gewidmet worden war.