Wien, 16 Juni 2026
Nach dem Femizid an einer Pädagogin in Taufkirchen an der Pram und einem weiteren Gewaltvorfall in Wien-Hietzing diskutiert Österreich über eine Verschärfung des Waffengesetzes und die Folgen von Budgetkürzungen für die Präventionsarbeit gegen Gewalt an Frauen.
Am Freitag ermordete ein Pädagoge der Neuen Mittelschule im oberösterreichischen Taufkirchen an der Pram eine Kollegin mit einem Dolch und einer Schusswaffe. Er beging danach Suizid. Die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis nannte "unerwiderte Liebe und dass die Frau eine andere Beziehung einging" als Hintergründe der Tat. Am selben Tag soll ein Mann in Wien-Hietzing seine Ex-Partnerin mehrere Stunden in ihrer Wohnung festgehalten und sie mit einem Küchenmesser mit dem Umbringen bedroht haben.
Nach dem aktuellen Femizid in Oberösterreich zeigte sich die Frauenministerin auch bereit, abermals über Nachschärfungen beim Waffenrecht nachzudenken. Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) sagte, man müsse solche Taten sehr ernst nehmen, stößt mit ihren Plänen innerhalb der Koalition jedoch voraussichtlich auf Ablehnung. Damit bleibt offen, ob die Regierung über symbolische Bekundungen hinaus konkrete gesetzliche Schritte beschließt.
