Wegen einer Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes hat der Flughafen München am Vormittag vorübergehend keine Maschinen mehr abgefertigt, wodurch nach Angaben des Flughafens rund 100 Starts und Landungen ausfielen.

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Vormittag in der Region nordöstlich von München vor Gewittern mit heftigem Starkregen zwischen 25 und 35 Litern pro Quadratmeter und Stunde sowie Sturmböen und Hagel gewarnt. Der Flughafen reagierte auf diese Warnung mit einer sofortigen Unterbrechung des Betriebs.

Wie der Flughafen vor Ort per Durchsage mitteilte, sei der Abfertigungsbetrieb vorerst eingestellt worden. Auf einer Anzeigetafel hieß es: "Aufgrund der Wetterlage komme es europaweit zu Einschränkungen im Flugverkehr". Damit reagierte der Flughafen auf eine Unwetterlage, die den gesamten europäischen Luftraum betraf.

Hintergrund: Warnung des Deutschen Wetterdienstes

Die Betriebsgesellschaft des Flughafens erklärte, der Abfertigungsstopp sei aus Sicherheitsgründen zum Schutz der Passagiere und Beschäftigten vor elektrischen Entladungen erfolgt. "Dies geschieht aus Sicherheitsgründen zum Schutz der Passagiere und Beschäftigten vor elektrischen Entladungen", hieß es. Während des etwa 30-minütigen Stopps hätten weder Maschinen be- und entladen noch Passagiere ein- oder aussteigen dürfen.

Wie viele Flüge und Passagiere betroffen waren, blieb zunächst unklar. Der Flughafen sprach jedoch von rund 100 gestrichenen Starts und Landungen: "Deshalb seien in München rund 100 Starts und Landungen gestrichen worden", erklärte die Flughafengesellschaft.

Auswirkungen auf den Flugbetrieb

Der Flughafen wies zudem darauf hin, dass solche Unterbrechungen in der Regel auch Verspätungen im regulären Flugbetrieb nach sich zögen. "Dieser Umstand verursacht in der Regel auch Verzögerungen im regulären Flugbetrieb." Damit dürften die Auswirkungen der Wetterlage noch über den Vormittag hinaus spürbar sein.

Bereits seit mehreren Tagen ziehen schwere Gewitter über Bayern hinweg. Die Region nordöstlich von München war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes am Vormittag besonders betroffen, wo neben Starkregen auch Sturmböen und Hagel erwartet wurden.

Der Flughafen München gehört zu den wichtigsten Drehkreuzen im süddeutschen Raum und ist besonders anfällig für wetterbedingte Beeinträchtigungen. Auch andere europäische Flughäfen meldeten Einschränkungen im Flugverkehr, weil die Unwetterfront weite Teile des Kontinents erfasste.

Europaweite Einschränkungen durch Unwetter

Der Vorfall ereignete sich am 1. Juli 2026 gegen Mittag. Reisende mussten mit Verspätungen und Annullierungen rechnen, während der Flughafen die Lage beobachtete und den Betrieb schrittweise wieder aufnahm.

Laut Flughafen wurde der Abfertigungsstopp nach rund 30 Minuten wieder aufgehoben. Über die genaue Zahl betroffener Flüge und Passagiere sowie über mögliche Entschädigungsansprüche wollte der Flughafen zu einem späteren Zeitpunkt informieren.