Rendsburg, 16 Juli 2026
Beim Neubau der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg ist in der Nacht zu Donnerstag das 118 Meter lange und rund 1.250 Tonnen schwere Mittelstück der ersten Brückenhälfte auf einer Höhe von 50 Metern eingehoben worden.
Das Stahlelement war am Vortag im Rendsburger Hafen auf einen schwimmenden Ponton verladen worden. Anschließend legte der Ponton die rund sechs Kilometer lange Strecke bis zur Einhubstelle unter der Brücke zurück. Der eigentliche Hebevorgang mit sogenannten Litzenkränen begann am Abend gegen 21.30 Uhr, wie aus einer Mitteilung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltungssystems hervorgeht. Für den spektakulären Einhub ab etwa 21.30 Uhr brauchen die Konstrukteure Platz - deshalb wird der Schiffsverkehr für 16 Stunden gestoppt, von 17 Uhr am Mittwoch bis 9 Uhr am Donnerstag.
Verladen wurde das Mittelteil nach Angaben der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) mit zwei Self-Propelled Modular Transportern, bei denen die Achsen nach Bedarf gekoppelt werden können. 13 Achslinien pro Transporter brauchte das Mittelteil. „Der Grund, warum wir das nachts machen, ist, dass morgens um 5.00 Uhr das Bauwerk am kühlsten, am kältesten ist und damit die Lücke auch am größten. Denn Stahl und Beton zieht sich bei Kälte zusammen und dehnt sich bei Wärme aus und wir wollen sichern, dass wir oben auch in die Lücke reinpassen“, erläuterte DEGES-Projektleiter Martin Steinkühler.
