Cambridge, 09 Juli 2026
Ein Nuklearwissenschaftler und Ingenieur aus den USA hat ein Konzept vorgestellt, mit dem sich feststellen lassen soll, ob ein Satellit eine Atomwaffe an Bord hat; die technischen Einzelheiten hat er in einem Fachartikel im Forschungsmagazin Nature veröffentlicht.
Areg Danagoulian forscht am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und hat dort ein Detektorsystem entwickelt, das im Orbit Satelliten auf nukleares Material untersuchen soll. Das berichtet das MIT. Demnach basiert das Konzept auf einem Sensor der Größe einer "großen Enzyklopädie". Die Idee sieht vor, dass das System klein genug ist, um auf einem CubeSat, also einem Mini-Satelliten, Platz zu finden.
Konkret soll der vorgeschlagene Sensor nach Neutronen suchen, die frei werden, wenn ein energiereiches Proton auf ein Element mit einer hohen Ordnungszahl trifft, also beispielsweise Uran oder Plutonium. Jedes einzelne Proton würde dabei rund 40 Neutronen freisetzen, erklärt er. Wenn man im All eine Atomwaffe zündet, wird im Grunde der ganze Sprengkörper ionisiert und fast jedes Elektron der Waffe wird freigesetzt.
