Der mexikanische Torhüter Guillermo Ochoa hat nach der Heim-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada sein Karriereende bekannt gegeben und über soziale Medien Abschied genommen.

Emotionaler Abschied nach dem letzten Gruppenspiel

Ochoa wurde beim abschließenden Gruppenspiel gegen Tschechien, das Mexiko 3:0 gewann, kurz vor dem Ende eingewechselt. Der Coach Javier Aguirre würdigte die Geste nach dem Spiel mit den Worten: "Es war ein schöner Tribut an Memo." Das Spiel hatte für das Weiterkommen keine sportliche Bedeutung mehr.

Der 41 Jahre alte Schlussmann gehört zu den wenigen Spielern, die an sechs Weltmeisterschaften teilgenommen haben. Nach seinen ersten Turnieren 2006 und 2010 als Ersatzkeeper war Ochoa 2014, 2018 und 2022 die Stammkraft im mexikanischen Tor. Bei dieser Heim-WM gehörte jedoch Raul Rangel zur ersten Wahl, Ochoa kam nur als Einwechselspieler zu seinem letzten Einsatz.

In seiner emotionalen Abschiedsbotschaft schrieb Ochoa: "Torwart zu sein bedeutet zu wissen, dass man 90 Minuten lang auf einen einzigen Moment warten muss, in dem alles von einem abhängt. Und wenn dieser Moment kommt, darf man nicht zögern." Er bedankte sich zudem bei den Anhängern und betonte: "Ich nehme die Zuneigung und die Liebe von Millionen mit und die Gewissheit, alles für Mexiko gegeben zu haben."

Eine Karriere über mehr als zwei Jahrzehnte

Ochoa blickt auf mehr als zwei Jahrzehnte im Profifußball zurück. Zwischenzeitlich spielte er in Europa, schaffte dort jedoch nie den Sprung zu einem Spitzenclub. Über die gesamte Karriere hinweg blieb er in seiner Heimat eine Identifikationsfigur und gilt als eine der prägendsten Torhüter-Persönlichkeiten des mexikanischen Fußballs.