Hamburg, 30 Juli 2026

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs hat ein Verbot der KI-Brille Meta Glasses für möglich gehalten, weil die kleine Leuchte an der Brille Außenstehende nicht zuverlässig auf laufende Aufnahmen hinweise.

Fuchs sagte dem ARD-Hauptstadtstudio nach Angaben eines Berichts, der kleine Punkt, der bei aktivierten Kamerafunktionen an der Brille leuchte, sei als Hinweis auf eine Aufnahme nicht ausreichend. Wer die Brille trage, könne so im Vorbeigehen Bild- und Tonaufnahmen anderer Menschen anfertigen, ohne dass diese es bemerkten. Die Hamburger Behörde prüfe das Produkt daher mit Blick auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Hintergrund der Prüfung

Hintergrund der Prüfung ist dem Bericht zufolge auch ein möglicher Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild sowie gegen die informationelle Selbstbestimmung. Die Brille nehme nicht nur Fotos und Videos auf, sondern verarbeite die Daten direkt am Brillenrand und stelle sie über eine eigene Plattform bereit. Damit bestehe die Sorge, dass Aufnahmen unbemerkt an Dritte weitergereicht werden könnten.