Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz hat am Dienstag wegen des schwachen China-Geschäfts und hoher Konkurrenz seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt und erwartet nun Konzernerlöse leicht unter dem Vorjahreswert statt auf Vorjahresniveau.

Im zweiten Quartal sank der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 3,3 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um gut ein Fünftel auf 1,55 Milliarden Euro, weil es in der Lieferwagensparte Vans und bei den Finanzdienstleistungen deutliche Zuwächse gab. Der Konzernüberschuss kletterte von 957 Millionen auf rund 1,09 Milliarden Euro – nach Angaben des Unternehmens der erste Quartalsgewinnanstieg seit drei Jahren.

Pkw-Segment unter Druck

Das Kerngeschäft mit Pkw steht unter Druck: Die Auslieferungen brachen um knapp sieben Prozent auf 417.865 Fahrzeuge ein. Die am Kapitalmarkt viel beachtete operative Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten im Pkw-Geschäft sackte im Jahresvergleich im zweiten Quartal um 1,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent ab. Das war allerdings etwas mehr als von Analysten erwartet. Konzernchef Ola Källenius bekräftigte dennoch den Jahresausblick für das Pkw-Operativergebnis und die Konzern-EBIT-Prognose.