Italiens Premierministerin Giorgia Meloni steht wegen wachsender Proteste im Land und einer neuen Konkurrenzpartei am rechten Rand vor einer politischen Belastungsprobe, wie Analysen und Medienberichte zeigen.

Die Regierungschefin mit ihrer Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) steht seit einiger Zeit durch eine neue, noch weiter rechts angesiedelte Partei namens Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) unter Druck. Diese Entwicklung verändert die Kräfteverhältnisse innerhalb der italienischen Rechten und zwingt Meloni zu taktischen Anpassungen, um ihre Wählerbasis zu halten.

Die neue Konkurrenz am rechten Rand

In Mailand und weiteren italienischen Städten kam es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Demonstrationen gegen die Regierungspolitik. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen soziale Maßnahmen und sicherheitspolitische Entscheidungen der Regierung und zogen teils tausende Teilnehmer an. Bürgermeister Giuseppe Sala hatte zuvor eine ungewöhnlich scharfe öffentliche Debatte über die Lage in Mailand ausgelöst.