Wien, 01 Juli 2026
Mit 1. Juli 2026 sinkt die Mehrwertsteuer auf ausgewählte Lebensmittel des täglichen Bedarfs in Österreich von zehn auf 4,9 Prozent; Verbraucherinnen und der Budgetdienst des Parlaments bezweifeln, dass die Senkung spürbare Effekte hat.
Die Mehrwertsteuerreduktion auf Nahrungsmittel von zehn auf 4,9 Prozent gilt ab heute. Damit will die Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS Haushalte angesichts der Teuerung entlasten. Doch bereits vor dem Inkrafttreten formierte sich Kritik an der Maßnahme.
Eine achtköpfige Familie mit monatlichen Lebensmittelkosten von 1.600 Euro spart durch die Senkung nach einer Beispielrechnung lediglich 7,61 Euro pro Monat ein. Nach Berechnung zahlt sie statt 1.600 Euro nun 1.593 Euro. Eine betroffene Frau bringt es auf den Punkt: „Das entspricht Mittagessen für eines von 6 Kindern in der Schule.“ Das Finanzministerium versucht auf seiner Website, offene Detailfragen mit einer langen Liste zu klären – die Publikation oe24 veröffentlichte dazu die „irrsten“ Beispiele aus der Umsetzung.
