Im Zusammenhang mit der Hitzewelle sind in Spanien im Juni nach Behördenangaben mehr als tausend Todesfälle verzeichnet worden.

Mindestens 1028 Todesfälle im vergangenen Monat seien auf die extremen Temperaturen zurückzuführen, erklärte das Gesundheitsinstitut Carlos III. am Mittwoch. Das sind mehr als doppelt so viele Hitzetote wie im Vorjahresmonat, als 407 Sterbefälle registriert wurden. Die Schätzung basiert auf einer Datenbank, mit der die aktuellen täglichen Sterbefälle mit statistischen Daten aus der Vergangenheit abgeglichen werden.

Die Behörde veröffentlichte die Zahl am Tag der Veröffentlichung dieses Berichts und lieferte damit die bislang umfassendste Bilanz zu den gesundheitlichen Folgen der laufenden Hitzewelle auf der Iberischen Halbinsel. Die Agentur AFP griff die Erklärung auf und verbreitete sie international.

Rekordtemperaturen als Auslöser

Am vergangenen Montag und Dienstag waren mit Durchschnittstemperaturen von über 28 Grad die bisher wärmsten Junitage in Spanien verzeichnet worden. Dieser Wert stellt nach Einschätzung von Meteorologen eine außergewöhnliche Abweichung von den langjährigen Mittelwerten dar und unterstreicht die Dringlichkeit der Debatte über Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel.