Berlin, 17 August 2026
Verkehrspsychologen, Mobilitätsforscher und Städte in Deutschland warnen vor einer wachsenden Aggression im Straßenverkehr, die Kommunen und Verbände zunehmend beschäftigt.
Veränderte Rahmenbedingungen
Die Bedingungen auf deutschen Straßen haben sich nach Einschätzung von Fachleuten in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Der Mobilitätsforscher Andreas Knie sagt dazu: „Die Verhältnisse auf der Straße haben sich verändert.“ Lange Zeit sei der Raum dem Auto vorbehalten gewesen, werde aber seit rund 20 bis 25 Jahren umverteilt – etwa zwischen Rad-, Fuß- und öffentlichem Verkehr. Diese Umverteilung erzeuge neue Konflikte zwischen den Gruppen.
Der Verkehrspsychologe Wolfgang Fastenmeier beschreibt Konflikte, die auf vielen Straßen zu beobachten seien. Wut, Drängeln und Beleidigungen hätten demnach zugenommen. Auch der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. und der Unfallversicherer UDV berichten über eine Verschärfung des Tons zwischen Auto-, Rad- und Fußverkehr.
