Wien, 02 Juli 2026

Beim österreichischen Medizin-Aufnahmetest MedAT bewerben sich rund 17.000 junge Frauen und Männer um einen der landesweit 1.950 Studienplätze, wobei Bewerberinnen und Bewerber aus Akademikerfamilien und mit ärztlicher Verwandtschaft deutlich bessere Chancen haben.

Akademikeranteil überdurchschnittlich hoch

Laut der Studierendensozialerhebung 2025 des IHS hatten über alle Hochschultypen hinweg 45 Prozent der Studierenden zumindest einen Elternteil mit Hochschulabschluss. An den Medizin-Unis liegt dieser Anteil mit 58 Prozent deutlich darüber. Damit ist die soziale Selektivität im Medizinstudium in Österreich besonders ausgeprägt.

Dass viele Eltern selbst Medizin studiert haben, zeigt eine 2017 veröffentlichte Untersuchung an den drei öffentlichen Medizin-Unis. Demnach war bei 20 Prozent der Erstsemestrigen der Vater Arzt, bei sechs Prozent die Mutter. Insgesamt gaben 45 Prozent an, Ärztinnen oder Ärzte in ihrer Verwandtschaft zu haben.