Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat am 03. Juni 2026 nach mehr als viereinhalb Jahren Debatte das sogenannte Klimaverträglichkeitsgesetz verabschiedet, mit dem das Land bis 2045 weitgehend treibhausgasneutral werden soll.

Was das Gesetz vorsieht

Die rot-rote Koalition aus SPD und Die Linke brachte das Gesetz mit ihren Stimmen durch das Parlament. Grüne, CDU, AfD und die FDP-Fraktion votierten dagegen. Zuvor hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) nur wenige Wochen vor der abschließenden Lesung die ursprünglich vorgesehenen verbindlichen Vorgaben zur Wiedervernässung landwirtschaftlich genutzter Moorböden aus dem Entwurf gestrichen und durch eine freiwillige Regelung ersetzt.

Der Beschluss markiert das vorläufige Ende eines Gesetzgebungsverfahrens, das bereits 2021 mit dem Koalitionsvertrag der damaligen rot-roten Landesregierung angekündigt worden war. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte damals ein Klimaschutzgesetz mit dem Ziel angekündigt, Mecklenburg-Vorpommern bis 2040 klimaneutral aufzustellen: „Neu wird sein, dass wir ein Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen, mit dem Ziel, dass Mecklenburg-Vorpommern 2040 klimaneutral sein wird." Im Laufe der Beratungen wurde das Zieldatum jedoch auf 2045 verschoben, das nun mit dem Zieljahr des Bundes übereinstimmt.