Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat am Freitag gemeldet, dass in den USA in diesem Jahr bislang 2.318 Masernfälle registriert wurden – die höchste Zahl seit dem Zeitraum 1989 bis 1991, und Experten führen den Anstieg auf eine wachsende Impfskepsis zurück.

Wie die CDC am Freitag mitteilte, wurden in den Vereinigten Staaten im laufenden Jahr bislang 2.318 Maserninfektionen erfasst. Damit ist der bisherige Höchstwert aus dem gesamten Vorjahr – 2.289 Fälle – bereits überschritten. Noch ist das Jahr nicht zu Ende, und die Behörde rechnet mit weiter steigenden Zahlen, da landesweit kontinuierlich neue Infektionen gemeldet werden.

Rekordwert aus den späten 1980er-Jahren übertroffen

William Moss, Epidemiologe an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, zeigte sich besorgt über die Entwicklung. „Dass wir diesen Meilenstein erreichen, ist besonders eklatant, da wir erst Juli haben und landesweit weiterhin Masernfälle gemeldet werden“, sagte er. Der bisherige Rekordwert stammt aus dem Zeitraum zwischen 1989 und 1991, als in den USA über mehrere Jahre hinweg großflächige Masernwellen auftraten.