Die Marinomed Biotech AG mit Sitz in Korneuburg hat am 16. Juli 2026 bekannt gegeben, die Eröffnung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beantragen zu wollen.

Das österreichische Biotech-Unternehmen teilte am 16. Juli 2026 über die EQS Group eine entsprechende Ad-hoc-Mitteilung aus Korneuburg mit. Wörtlich heißt es: „Die Marinomed Biotech AG (VSE:MARI) gibt die Absicht bekannt, die Einleitung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung zu beantragen." Damit droht dem Unternehmen unmittelbar die Zahlungsunfähigkeit, wie das Unternehmen weiter ausführt: „der Gesellschaft dadurch die Zahlungsunfähigkeit droht".

Auslöser des neuen Antrags ist nach Angaben von Marinomed, dass der gerichtlich genehmigte Sanierungsplan vom 14. November 2024 nicht mehr erfüllt werden kann. Grund sei „der Abbruch der Verhandlungen durch Unither Pharmaceuticals" und „fehlender Earnout-Zahlungen von Unither aus dem Verkauf des Carragelose Geschäftsbereichs". Damit scheitert die im bisherigen Sanierungsplan vorgesehene finanzielle Stabilisierung an einem externen Vertragspartner.