Die regierende Labour-Partei unter Premierminister Robert Abela hat die vorgezogene Parlamentswahl auf Malta am Samstag gewonnen und kann eine historische vierte Amtszeit in Folge antreten.

Nach Auszählung der Stimmen am Sonntag im zentralen Wahlzentrum in Naxxar erklärte sich Abela zum Sieger. „Wir haben Geschichte geschrieben, indem wir zum vierten Mal in Folge gewonnen haben“, sagte der 48-Jährige vor jubelnden Anhängern. Die Labour-Partei regiert den Mittelmeerstaat bereits seit 2013 ununterbrochen.

Die Wahl war ursprünglich erst für das kommende Jahr vorgesehen. Abela hatte sie jedoch Ende April 2026 überraschend um ein Jahr vorgezogen. Als Begründung nannte er die Notwendigkeit eines neuen Mandats, um das importabhängige Land durch geopolitische Krisen zu führen.

Vorgezogene Wahl und Begründung

Der konservative Herausforderer Alex Borg, Vorsitzender der Nationalistischen Partei, räumte die Niederlage noch am Sonntag ein. In einer Videobotschaft sagte er: „Das Volk hat gesprochen, und wir müssen seinen Willen respektieren.“ Borg, ein Rechtsanwalt und ehemaliger Gewinner des Schönheitswettbewerbs „Mr. World Malta“, hatte im Wahlkampf für einen politischen Wechsel geworben.