Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat sich in der republikanischen Stichwahl um die Senatskandidatur gegen den langjährigen Amtsinhaber John Cornyn durchgesetzt.

Donald Trump hatte Paxton im letzten Moment vor der Wahl als „echten MAGA-Krieger, der für Texas IMMER geliefert hat“ bezeichnet. Cornyn hingegen nannte Trump „illoyal“. Etwa zwei Drittel der republikanischen Vorwahlwähler in Texas stimmten für Paxton.

Ein umstrittener Kandidat mit langer Karriere

Der 63-jährige Paxton ist seit 2014 Generalstaatsanwalt von Texas und war zuvor Abgeordneter im Repräsentantenhaus und Senat des Bundesstaates. Er studierte Psychologie und Jura, arbeitete als Anwalt und gründete mit seiner Frau eine Kirche. Das Paar hat vier Kinder.

Paxtons politische Karriere ist von zahlreichen Skandalen überschattet. Er überstand ein Amtsenthebungsverfahren im texanischen Parlament, bei dem mehrere republikanische Kollegen für seine Absetzung stimmten. Seine Ehe endete nach einer außerehelichen Affäre, die mit Korruptionsvorwürfen gegen einen Freund und Großspender in Verbindung gebracht wurde.

Gegen Paxton liegen Anklagen wegen Wertpapierbetrugs und Amtsmissbrauchs vor. Ihm werden zudem Bestechung, Vetternwirtschaft und weitere Vergehen vorgeworfen. Er hat wiederholt Klagen gegen die Bundesregierung eingereicht, unter anderem gegen Obamacare, und vertritt eine harte Linie in der Einwanderungspolitik sowie gegen Abtreibung und LGBTQ-Rechte.