Berlin, 16 Juni 2026

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender Al Arabiya Russland und Ukraine zu Kompromissbereitschaft im seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg aufgefordert.

Worte der Deeskalation

Lukaschenko sagte, ein militärischer Sieg sei für keine der beiden Konfliktparteien realistisch. „Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch“, erklärte er. Zugleich räumte er ein: „Zwar rückten die russischen Truppen vor“, doch „litten beide Kriegsparteien unter einem Mangel an Soldaten“. Mit diesen Äußerungen sprach er Russland indirekt die Fähigkeit ab, den Angriffskrieg auf dem Schlachtfeld für sich zu entscheiden.

In dem Interview, das am Montag ausgestrahlt wurde, formulierte Lukaschenko einen klaren Appell zur Verhandlungslösung: „Heute müssen wir jeden Schritt nutzen, um durch Kompromisse zu einer friedlichen Einigung zu gelangen. Langfristig.“ Er rief beide Seiten zu Konzessionen auf, um den Krieg zu beenden. Gleichzeitig betonte er: „Die Ukraine hat von Belarus aus nichts zu befürchten“, und wiederholte, dass belarussische Soldaten nicht an den Kämpfen teilnehmen würden.