Der Louvre hat die Pariser Apollo-Galerie rund neun Monate nach dem Juwelendiebstahl vom Oktober 2025 wieder als Prunksaal eröffnet, ohne die dort einst ausgestellten Kronjuwelen zu zeigen.

Die Galerie d'Apollon, einer der prachtvollsten Säle des Louvre, öffnete am Mittwoch – rund neun Monate nach dem Einbruch – wieder ihre Türen, allerdings als weitgehend leerer Raum. Museumsleiter Christophe Leribault kündigte an, dass die bisher in dem Saal gezeigten Sammlungen und kostbaren Objekte künftig in einem anderen Teil des Museums in einen fensterlosen Tresorraum verlegt werden. „Wir werden für sie in einem anderen Teil des Museums einen sicheren Raum einrichten – einen fensterlosen Tresorraum", sagte Leribault laut AFP. Bis ein geeigneter Standort gefunden und die Finanzierung der umfangreichen Bauarbeiten geklärt sei, werde allerdings noch einige Zeit vergehen.

Der Grund für die aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen ist ein Vorfall vom Oktober 2025. Damals waren vier Männer bei Tageslicht in die Apollo-Galerie eingedrungen und hatten über einen Lastenaufzug in das Museum gelangt. Bei dem Einbruch Mitte Oktober 2025 wurden acht wertvolle Schmuckstücke im geschätzten Wert von rund 88 Millionen Euro gestohlen, wie es in dem Bericht heißt. Die Täter wurden inzwischen gefasst; von den gestohlenen Juwelen fehlt allerdings noch immer jede Spur.